Ein Ort an dem vieles denkbar ist

Die heutige Gesellschaft ist so vernetzt wie nie zuvor. Jegliches Wissen der Menschheit ist online verfĂŒgbar. Trotz diesem nie dagewesen Meinungspluralismus bilden sich die meisten ihre Meinungen vorwiegend in ihrem bekannten Umfeld. Algorithmen fördern zudem, dass wir oft nur mit uns bereits vertrauter Information versorgt werden. Halten unsere Überzeugungen, insbesondre GlaubensĂŒberzeugungen, auch Stand, wenn wir uns aufmachen und uns mit anderen Weltansichten und Standpunkten auseinandersetzen?

Die DenkBar lĂ€dt ein, sich aufzumachen und sich mit anderen Meinungen auseinander zu setzen. Dabei soll der eigene Standpunkt hinterfragt und geschĂ€rft werden. In Form von moderierten Podiumsdiskussionen werden kontroverse Themen besprochen. Dabei kann sich jede/r Einzelne im Publikum einbringen und sich eine konstruktive Meinung bilden. Fragen jeglicher Art sind willkommen, Zweifel haben Platz und Selberdenken ist gefragt. Auf der Suche nach Wahrheit gibt es keine Tabus. Wir sind ĂŒberzeugt: Glauben und Denken schliessen sich nicht aus, sondern befruchten sich gegenseitig.

Erstes Podium – 29. MĂ€rz 2019

Von wo kommen wir? Wie ist unsere Welt entstanden? Über den Ursprung der Welt rĂ€tselt die Menschheit schon seit Jahrtausenden. Die Beantwortung dieser Frage ist darum so brennend, weil es letztlich darum geht, wie wir unsere eigene Existenz sehen. Wer sind wir und was ist unser Platz in dieser Welt? Wer ist Gott?

Tage, Jahrmillionen, Mythos oder Chaos?

Dialog zur Entstehung der Welt.

Dabei scheinen in der heutigen Gesellschaft Wissenschaft und Religion oft ungebremst aufeinander zu prallen. Muss dies so sein? Schliesst die Evolutionslehre den Glauben aus? Ist der biblische Schöpfungsbericht nur symbolisch zu verstehen?  Komm vorbei, lerne verschiedene Standpunkte kennen und bilde dir deine eigene Meinung.

Referenten

Felix Ruther

«Ich glaube an den Gott der Bibel und finde, dass die Evolutionstheorie die zurzeit beste ErklÀrung der biologischen Vielfalt ist.»

Dr. phil., Chemiker, pensionierter Gymnasiallehrer, ehemaliger Leiter der VBG. Jhg. 1951, verheiratet, Vater von drei erwachsenen Kindern, wohnhaft in Regensdorf (ZH).

Erwin Schatzmann

«Ich wĂŒnsche mir eine Neuerstarkung der christlichen Botschaft – ein Festhalten an einem wortwörtlichen Schöpfungsbericht widerspricht dem zutiefst. »

Erwin Schatzmann ist ein Stadtbekannter KĂŒnstler. Insbesondere seine Holzfiguren erfreuen sich reger Bekanntheit. Er ist Initiator der Initiative „Ein See fĂŒr Winterthur“ und Erschaffer von “Morgenland Off Space”, einer aus Recyclingmaterial erbauten Wohn- und ArbeitsstĂ€tte am Stadtrand von Winterthur. Er bezeichnet sich selbst als Christlicher-Atheist, welcher durchaus mit dem Christentum sympathisiert und zugleich eine traditionelle Sicht des Christentums ablehnt.

Marcus Clauss

«Der Anthropologe, der sagt, wir brauchen Gott nicht mehr, weil wir die evolutionspsychologische Basis menschlicher ReligiositÀt verstanden haben, ist ein wenig wie ein Pneumatologe, der sagt, wir brauchen Sauerstoff nicht mehr, weil wir wissen, wie die Lunge funktioniert. »

Marcus Clauss, Jahrgang 1970, ist verheiratet, hat mit seiner Frau zusammen drei Kinder, ist gelernter Tierarzt und forscht ĂŒber evolutionĂ€re Anpassungen von Tieren an ihren Lebensraum.

Pascal Kallenberger

«Der Tod ist die Konsequenz des SĂŒndenfalls. Er ist nicht der ziel- und planlose Baumeister der Evolution.»

MSc, Geograph, ehem. wissenschaftlicher Mitarbeiter an der ETH, seit knapp zehn Jahren als Gymnasiallehrer tÀtig. Jhg. 1981, verheiratet, Vater von drei Kindern, wohnhaft in Wagenhausen (TG).

Information

Das Podium findet am Freitag 29.03.2019 um 19:30 Uhr statt. 
Der Veranstaltungsort ist das Gate 27, Theaterstrasse 27, 8400 Winterthur. 
Der Eintritt ist frei.